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Weltkatzentag 08.08.2014

Bild in der WZ, Hexana und ich

Artikel in der Wilhelmshavener Zeitung am 08.08.2014

Internationaler Katzentag: Für Samtpfoten ist heute ein Tag wie jeder andere

Züchterin Gabriele Weber stellt ihre Britisch-Kurzhaar-Katzen vor. Die artgerechte Tierhaltung und die Bekämpfung von Vernachlässigung und Misshandlung stehen im Mittelpunkt.

Von Pia Jünke

„Emily“, „Ornella“, „Miss Universe“ und Kater „Arthos“ sitzen vor dem Fenster, beobachten die Vögel im Garten. Links, rechts, über die Hecke - wie gerne würden sie ein Mal auf die Jagd gehen.

Heute ist der Internationale Katzentag - das Anliegen dieses Tages ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Katzen zu schärfen. Die artgerechte Tierhaltung und die Bekämpfung von Vernachlässigung und Misshandlung stehen zudem im Mittelpunkt.

Für Gabriele Weber ist die richtige Haltung ihrer Katzen selbstverständlich. Seit zehn Jahren züchtet sie mit Mann Jörg Britisch Kurzhaar-Katzen - und die sollen es gut haben.

Artgenossin „Hexana“ hat sich platt auf den Boden gelegt. In zwei Wochen wird sie Mutter, noch schleppt sie sich träge durch den Tag. Das Katzenrudel zählt zurzeit acht Mitglieder, die sich im ganzen Haus von Familie Weber frei bewegen. „Diese Katzen sind absolute Familientiere, die einen regelmäßigen Ablauf brauchen“, erklärt Gabriele. „Bevor sich jemand für die Rasse entscheidet, sollte er gucken, ob sie zu einem passt.“ Und das wird nicht die einzige Überlegung neuer Besitzer sein - so ein neuer Vierbeiner kostet auch wesentlich mehr Geld als eine europä­ische Katze.

Dafür weiß man woher das Tier stammt: „Alle Katzen sind sozialisiert, gechipt, entwurmt, mit hochwertigem Futter aufgewachsen und freundlich gegenüber anderen. Auch ein Stammbaum ist vorhanden“, so Gabriele Weber.

Wer nicht dringend auf der Suche nach dieser besonderen Rasse ist, dem rät Gabriele ein Besuch im Tierheim. Dort warten zahlreiche Katzen auf neue Besitzer. „Auch wir haben so angefangen, unsere „Tiffy“, eine europäische Katze, ist aus dem Tierheim. Sie ist schon 16 Jahre alt“, erklärt sie. In den Garten kommen die Tiere höchstens an der Leine.

Heimat

Wilhelmshaven

Wir - das sind mein Mann Jörg und unsere Kinder Thorben und Merle - wohnen in der schönen Küstenstadt Wilhelmshaven, direkt am Jadebusen. Einigen ist unsere Heimat auch bekannt als "Grüne Stadt am Meer" oder "Schlicktown".



Vorgeschichte

Meine Katzenliebe begann schon sehr früh, als ich noch bei meinen Eltern lebte. Mit 16 Jahren brachte ich unsere erste Katze ins Haus. Eine weiße Perserkatze namens "Lilly". Nach meinem Auszug blieb sie bei meinen Eltern als Tochterersatz.

In den eigenen vier Wänden hielt ich es ohne Katze nicht lange aus und so holten wir uns eine kleine Katze aus dem Tierheim. Nach ca. 2 Jahren wurde unsere "Tinka" so zickig und übellaunig, dass wir beschlossen eine zweite Katze aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt fand in Wilhelmshaven eine Katzenausstellung statt und wir verliebten uns in einen kleinen Britisch-Kurzhaar-Kater der Farbe silver-shaded. Damals hatten wir wenig Ahnung vom Züchten und empfanden den Preis für eine Katze sehr hoch. Doch die Liebe siegte und wir holten unseren "Adonis" ins Haus. Leider durfte er nur 9 Jahre mit uns zusammen sein, er starb an einer Stoffwechselkrankeit und ging ins Regenbogenland.

Wieder war "Tinka" allein, aber inzwischen eine gesetzte ältere Dame, die die Ruhe zu schätzen wußte. Mit 14 Jahren folgte sie ihrem geliebten "Adonis" ins Regenbogenland.

Wir, mit zwei Kindern - aber ohne Katze, - neeee das geht nicht. Es sollten nach Möglichkeit zwei Briten sein, die unsere Familie wieder vervollständigen. Aber es sollte nicht sein; zu diesem Zeitpunkt waren die Kitten entweder zu jung, zu weit entfernt oder für eine junge Familie einfach zu teuer. Also sind wir in ein Tierheim und haben dort Ausschau gehalten. Wir fanden zwei kleine Kätzchen, eins in schildpatt und ein getigertes. "Tiffy" und "Toulouse" zogen zu uns. Beide Katzen lebten sich schnell ein und wurden Freigänger. Wir bauten extra eine Katzentür durch unsere Hausmauer, damit die Katzen jederzeit ein- und ausgehen konnten. Nach ca. 4 Jahren kam unsere "Toulouse" von einem Nachtstreifzug nicht wieder. Lange haben wir nach ihr gesucht und nicht gefunden. "Tiffy" litt besonders, sie spielte nicht, fraß nicht, döste nur vor sich hin und nahm immer mehr ab. Schnell musste etwas geschehen.

In Rendsburg wurden wir durch das Internet fündig. Frau Lewin (Cattery: Ibi-Lotta´s) hatte eine Britin (endlich, eine Britin!) abzugeben. Wir holten "Emily" in unsere Familie. "Tiffy" blühte wieder auf, sie liebte dieses kleine Fellbündel vom ersten Augenblick. Die Zwei sind auch heute noch ein Herz und eine Seele. 1 Jahr verging, "Emily" wurde rollig und bei mir glomm langsam der Wunsch auf, einmal Katzenbabys zu haben. Ich glaube, so haben alle Züchter einmal angefangen. Bei Frau Lewin nachgefragt, hatte diese keine Einwände ("Emily" war als Liebhabertier gekauft). So verging die Zeit und wir ließen "Emily" mit 2 Jahren von "Illinois of the magic circle" decken.

Wir erhielten nach einem Kaiserschnitt unseren "Arthos". "Emily" hatte schwere innere Blutungen und muste nach der Geburt sofort kastriert werden. 2 Tage bangten wir um das Leben unserer geliebten Mutter, dann hatte sie es geschafft und war über den Berg. Nicht zuletzt ist dies dem Einsatz unseres Tierarztes zu verdanken, der sich vor und nach der Sprechstunde, zu jeder Tages- und Nachtzeit um unser Tier gekümmert hat. Unseren "Arthos" haben wir aus diesem Grund mit der Flasche aufgezogen, was zur Folge hatte, dass er ein riesengroßer Schmuser und Papa`s Liebling geworden ist.
"Arthos" liebt meinen Mann und mein Mann liebt unseren "Arthos".

Am 11.11.2005 wurde in der Cattery - Orangeblue - unsere "Miss Universe" geboren, die wir am 09.02.2006 zu uns nach Wilhelmshaven holten.

Am 09.05.2006 wurde in der Cattery - von der Cuxiküste - unsere "Ornella" geboren, diese bereichert seit dem 11.08.2006 unseren Katzenhaushalt.

Unsere kleine Hobbyzucht beginnt.

Gabriele Weber